Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Der entwickelte Algorithmus erzeugt aus einer Kombination aus festen Regeln und Zufallsvariablen symmetrische, radiale Formen innerhalb eines Kreisrasters. Jede Grafik entsteht nach demselben Ablauf, führt aber durch unterschiedliche Zufallszahlen zu einem einzigartigen Ergebnis.
Grundstruktur
• Kreis mit 18 cm Radius
• Startpunkt: „12 Uhr“
• Unterteilung in 30°-Schritte (12 Winkelpunkte)
• Markierung zur Orientierung („oben“)
Regeln
Zunächst wird eine Zufallszahl zwischen 1 und 100 generiert und aus ihren Ziffern die Quersumme berechnet. Anschließend wird eine zweite Zufallszahl erzeugt, deren Quersumme ebenfalls berechnet und zur ersten Quersumme addiert wird. Die entstandene Summe bestimmt die Länge der Linien. Vom Mittelpunkt aus wird zu jedem 30°-Punkt ein Punkt mit dieser berechneten Länge eingezeichnet, sodass insgesamt zwölf Punkte im Uhrzeigersinn entstehen. Diese Punkte werden anschließend miteinander verbunden, wodurch ein radiales Muster entsteht. Abschließend wird die Form ausgeschnitten und die Positiv- und Negativform werden kombiniert oder überlagert. Dadurch entsteht eine komplexe, symmetrische Gesamtform.