Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Der Algorithmus funktioniert wie ein analoges System, bei dem aus einem simplen Regelsatz für Verzweigungen Schritt für Schritt ein komplexes Netz aus Zweigen und Beeren entsteht. Es zeigt anschaulich, wie durch ständige Wiederholung einfacher Logik eine organische, fast schon lebendige Struktur wächst.
Hintergrundmusik
Die visuelle Entwicklung wird von klassischer Piano-Musik begleitet, die passend zum visuellen Prozess aufbauend gewählt ist. Sie unterstreicht damit die organische und fließende Dynamik des Wachstums-Algorithmus.
Regeln
1. Initialisierung
Beginne mit zwei braunen, ausgemalten Kreisen auf dem Papier.
2. Simultanes Wachstum
Von beiden Kreisen aus wachsen nun gleichzeitig jeweils drei braune Linien, die in drei neuen roten Kreisen (Beeren) enden.
3. Rückwirkende Verstärkung
Sobald eine Dreier-Gruppe von Beeren fertig ist, wirkt sich das rückwärts aus:
Die Verbindungslinien werden dicker gezeichnet.
Die vorherigen Kreise werden ausgemalt (falls sie es noch nicht waren).
4. Selektive Weiterführung
Wähle nun zufällig genau eine der drei neuen Beeren aus. Von dieser Beere aus wiederholt sich der Wachstumsprozess (Schritt 2 & 3). Die anderen zwei Beeren werden zu Endpunkten.