Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Core Attraction visualisiert Zeit als ein System von Anziehung und Bewegung. Einzelne Zeiteinheiten erscheinen als Punkte entlang einer Bahn und werden kontinuierlich zur Mitte gezogen. Der Verlauf der Zeit wird dabei nicht linear dargestellt, sondern als gerichtete Dynamik. Jeder Moment entsteht, bewegt sich und ordnet sich einem gemeinsamen Zentrum unter. Die Gestaltung folgt dem Prinzip eines unsichtbaren Kraftfeldes. Abstände, Größen und Positionen der Elemente verdeutlichen den Einfluss dieses Zentrums und machen Zeit als formenden Prozess erfahrbar.
Designprozess
Die Grundidee bei Core Attraction war, dass Zählbälle welche der aktuellen Stunde, Minute oder Sekunde entsprechen, zur Mitte gezogen werden und so die aktuelle Uhrzeit anzeigen. Im Laufe des Designprozesses wurde dann an der Anordnung und Größe der Zählbälle gearbeitet. Zum Ende hin kam dann das Prinzip hinzu, dass die Zählbälle erst zu sehen sind, wenn sie einmal aktiv waren und angezogen wurden. So formte sich die das Finale Watchface Design von Core Attraction.
Lunar Loop
Lunar Loop stellt Zeit als zyklischen Prozess dar. Zeiteinheiten bewegen sich durchgängig entlang konzentrischer Kreise, die miteinander verbunden sind. Der Moment wird nicht isoliert dargestellt, sondern als Teil einer fortlaufenden Schleife, in der Gegenwart unmittelbar in Vergangenheit übergeht. Zeit erscheint als Wiederholung und Umlauf statt als lineare Abfolge.
Designprozess
Die Grundidee bei Lunar Loop war ein durchgängiger Pfad aus drei ineinander liegenden Umdrehungen, welche die drei Zeiteinheiten voneinander abgrenzen. Im Laufe des Designprozesses wurden die ursprünglich einzelnen Bälle auf diesem Pfad zu zusammenhängenden Kreissegmenten verbunden und die anfängliche archimedische Spirale durch drei konzentrische Kreise ersetzt. Diese wurden miteinander verbunden und abgerundet, um eine gleichmäßigere Bewegung der Bälle zu ermöglichen und die Zeiteinheiten durch nach dem Goldenen Schnitt abgestufte Strichstärken visuell zu trennen. Zum Ende hin kam dann ein schwarzer Kreis am Abschluss eines jeden Segments hinzu, wodurch sich das finale Watchface-Design von Lunar Loop formte.
Relative Orbits
Lunar Loop stellt Zeit als zyklischen Prozess dar. Zeiteinheiten bewegen sich durchgängig entlang konzentrischer Kreise, die miteinander verbunden sind. Der Moment wird nicht isoliert dargestellt, sondern als Teil einer fortlaufenden Schleife, in der Gegenwart unmittelbar in Vergangenheit übergeht. Zeit erscheint als Wiederholung und Umlauf statt als lineare Abfolge.
Designprozess
Hinter Relative Orbits steckt die Idee, dass Zählbälle von unterschiedlichen Punkten angezogen werden und sich die Zählbälle, als auch die Anziehungspunkte frei bewegen können. Im Laufe des Designprozesses wurde hauptsächlich an Größe, Farbe und auch physikalischem Verhalten der Anziehungspunkte oder Zonen herumprobiert. Am Ende fiel die Entscheidung auf im Raum fixierte Anziehungszonen und frei bewegliche Zählbälle, welche mit der Zeit durch die Anziehung mehr oder weniger zum Stillstand kommen.