Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters, Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Das Ziel unseres Teams war es, eine Murmelbahn zu entwerfen, in der die Murmel sich selbstständig bewegt und einen eigenen Charakter entwickelt, anstatt nur passiv hindurchzurollen oder durch einen Tastendruck manipuliert zu werden. Dazu haben wir uns überlegt, wie wir der Murmel am besten Leben einhauchen kann.
Dafür haben wir versucht, verschiedene Ansätze zu verfolgen: Interaktionen der Murmel mit der “Welt”, Interaktionen mit anderen Murmeln und den Ausdruck bestimmter Reaktionen oder Emotionen.
Umsetzung
Umgesetzt haben wir diese Ideen wie folgt:
Die Murmel bekommt für ihre Laufwege eigene Beschleunigungen und Entschleunigungen, damit es so aussieht, als bewege sich die Murmel von selbst.
Ein eigenes Sounddesign und Partikeleffekte an der Murmel sorgen für die Möglichkeit, Emotionen auszudrücken.
In der Bahn gezielt verteilt sind Trigger, wodurch die Murmel direkt auf Aktionen anderer Murmeln auf der Bahn reagiert.
Eine kleine Liebesgeschichte hilft als Rahmen dabei, den Charakter der Murmel zu verdeutlichen.
Prozess
Während des Programmierprozesses wurde klar, dass wir die Möglichkeiten von p5.js und matter.js mit unserem Vorhaben an ihre Grenzen treiben. Es liegt in der Natur der beiden libraries, eine Varianz in den physikalischen Abläufen zuzulassen. Es war für uns also eine Herausforderung, eine dramaturgische Handlung so zu konzipieren, dass sie den nötigen Spielraum zulässt, um in unterschiedlichen Browsern und Endgerätenzuverlässig zu funktionieren.
Beim Einstieg ins Coden schlägt sich das unterschiedliche Skill-Level der Teammitglieder offensichtlicher nieder als auf anderen Gebieten. Wir haben das als durch und durch positive Gegebenheit wahrgenommen. Sei es die evtl. naive Offenheit, neuen Code “einfach mal reinzuwerfen” oder tolle Ideen wie eine unsichtbar fallende Kugel als Zeitmesser: gepaart mit der nötigen Expertise konnten wir uns stets gegenseitig inspirieren und hatten wahnsinnig viel Freude bei der Zusammenarbeit.