Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters, Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Nachdem wir gelernt hatten, was ein Algorithmus ist, begannen wir Inspirationen und Bilder zu sammeln und sie miteinander zu teilen. Somit entstanden einige Vorideen und erste Versuche. Zusammen entschieden wir uns für unsere Favoriten und arbeiteten an diesen weiter.
Durch mehrfaches Ausprobieren und hilfreichem Feedback entwickelte sich die Idee, gerade Linien durch geometrische Körper fahren zu lassen und somit entstand unser Algorithmus „gravity lines“.
Ausarbeitung
Nachdem unser Grundkonzept feststand, begannen wir damit unterschiedliche Varianten zu bilden. Dabei kombinierten wir verschiedene geometrische Formen und Linien, Strichstärken, Abstände und Rastermöglichkeiten.
Schlussendlich entschieden wir uns ein Raster aus horizontalen und dünnen Linien, die nah beieinander liegen, sowie ausschließlich große, geometrische Formen zu verwenden (Kreise, Dreiecke und Quadrate).
Der letzte Schritt war es, einen einheitlichen Stil festzulegen. Nachdem wir verschiedene Farbvarianten ausprobierten, entschieden wir uns letzlich für einen sehr grafischen und minimalistischen Stil, indem wir ausschließlich mit schwarzen Finelinern auf weißen Hintergrund zeichneten.
Regeln
Zunächst werden geometrische Formen wie Dreiecke, Kreise und Rechtecke unterschiedlicher Größe zufällig auf dem Blatt positioniert und deren Grundriss mit Bleistift umrandet.
Von oben angefangen werden gerade Linien gezogen, die die linke Seite des Blattes mit der rechten verbinden. Der Abstand der Linien voneinander ist immer gleich groß.
Trifft eine Linie auf eine Form, verläuft sie nicht mehr gerade, sondern über deren Mittelpunkt und von dort aus wieder zu ihrer Ausgangshöhe zurück.
Es werden so viele Linien gezeichnet, bis das Blatt voll ist.
Zuletzt werden die Bleistiftzeichnungen wegradiert, sodass nur noch die Linien zu sehen sind.