Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters, Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Four Long Lines & Pool Reflections - Algorithmic Thinking
Aufgabenstellung
Unsere Aufgabe war es, einen eigenen Algorithmus mit Hilfe von online basierten Tools wie z.B. Figma zu entwerfen. Dazu sollten wir vorgegebene Algorithmen ausprobieren, um die Anforderungen auch in der Praxis zu verstehen. Anschließend entwickelten wir einen eigenen Algorithmus und stellten diesen in einem Zeitraffer visuell dar.
Was ist ein Algorithmus?
Bei einem Algorithmus handelt es sich um einen Prozess oder eine Reihe von Regeln, die bei der Lösung eines oder mehrerer Probleme befolgt werden. Diese bestehen aus bereits definierten Einzelschritten und müssen in Ausgabedaten umgewandelt werden. Durch unseren ausgedachten Algorithmus und die damit verbundenen Regeln entstanden unsere Designs „Pool Reflections“ und „Four Long Lines“.
Vorbereitung und Entwicklung
Vorbereitung
Nachdem wir in Einzel- und Gruppenarbeit die ersten Ideen und Entwürfe entwickelten, stellten wir diese in einer Matrix dar. Diese half uns an möglichen Ideen festzuhalten und diese zu erweitern.
Entwicklung Four Long Lines
Zu Beginn erstellten wir verschiedenen Designs zu den bereits vorgegebenen Beispiel-Algorithmen. Somit bekamen wir ein Gefühl für die Aufgabe und die damit verbundenen Anforderungen. Unter diesen Beispiel-Algorithmen unter anderem „Four Long Lines“. Ein Spielfeld wird in einer Größe von 1920 × 1080 Pixel aufgezogen und mit einem weißen Hintergrund versehen. Die Farben wurden dabei von jedem selbst ausgesucht, sowie die Ecken, an denen die jeweiligen Teammitglieder anfangen. Die vier festgelegten Farben wurden als Farbpalette an den Rand des Frames gesetzt:
Ein Spieler wird als Zeitkoordinator festgelegt. Wir zeichneten nach den folgenden Regeln:
Durch den vorgegebenen Algorithmus entstand dieses Design:
Video Four Long Lines
Entwicklung Pool Reflections
Zu Beginn sammelten wir in der Gruppe verschiedenste Ideen, überlegten uns eine Vorgehensweise und setzen diese als Algorithmus um. Dabei entstand unser Favorit „Pool Reflections“. Durch den festgelegten Algorithmus konnten wir uns mit Form, Transparenz und der Farbwahl beschäftigen. Durch das Stapeln der Frames entsteht ein 3D-Effekt, sowie die Imitation einer Wasseroberfläche.
Unsere Wahl fiel schließlich auf türkisfarbene Töne:
Wir zeichneten nach den folgenden Regeln:
Durch den vorgegebenen Algorithmus entstand dieses Design:
Video Pool Reflections
Fazit
Unsere Idee orientiert sich an den Reflexionen, die man in Swimmingpools oder im Meer sehen kann. Anfangs war unser Algorithmus sehr einfach und man konnte schon früh im Prozess erkennen, was passieren wird. Nach vielen Versuchen haben wir Wege gefunden die Komplexität zu erhöhen und das Endergebnis ganzheitlicher zu gestalten. Abschließend können wir sagen, dass wir durch unser Algorithmus Projekt auf einige unvorhergesehene Punkte gestoßen sind, welche wir vorher so nicht erwartet haben. Sehr spannend für uns war die ständige Weiterentwicklung unserer Ideen und wie wir letztendlich über viele Varianten, Diskussionen und vielem Ausprobieren unser finales Video erstellen konnten, welches genau unserer Idee entspricht.