Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters, Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Unsere Aufgabe bestand darin, uns einen eigenen Algorithmus zu überlegen und in Zeitraffer zu filmen. Die einzelnen Schritte sollten zusammengesetzt ein interessantes Endergebnis erzeugen, das immer wieder durch das Verfolgen der einzelnen Schritte des Algorithmus’ in ähnlicher Form reproduziert werden konnte. Die Aufgabe sollte uns helfen uns an diese Art des Denkens heranzutasten.
Prozess
Unser erster Schritt auf dem Weg zum ersten eigenen Algorithmus war es, Inspiration auf Miro zu sammeln. Besonders Inspiriert waren wir von verschiedenen zufälligen Veränderungen, die in der Natur entstehen, wir überlegten uns wie wir beispielsweise den Wind als Zufallsfaktor in unseren Algorithmus einbauen könnten. Außerdem inspirierten uns die Form von Lichtprojektionen, die Visualisierung von Klang, die Konstruktion von Spinnennetzen und die Anordnung von Farbblöcken. Wir hatten viel Spaß!
Wir hatten die Idee mit Legosteinen ein dreidimensionales Muster erzeugen.
Dabei gab es allerdings ein Problem: Unsere Lego-Ressourcen waren sehr beschränkt.
Die Lösung: Minecraft.
Da es in der virtuellen Spielwelt keine Einschränkungen in Bezug auf Formen, Größen, Farben, oder sogar Schwerkraft gibt, waren unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Umsetzung in Minecraft
Als erstes erzeugten wir uns eine neue Welt als freie Arbeitsfläche. Wir legten durch einen Rahmen einen Bereich fest und dort testeten wir verschiedenste Regelfolgen und experimentierten mit den unterschiedlichen Materialien die Minecraft bot. Beispielsweise waren wir inspiriert von den “Glas-Blöcken”.
Wir bemerkten, dass uns die Minecraft Texturen nicht gefielen, sie waren zu unruhig. Wir beschlossen kurzer Hand das zu ändern, indem wir ein eigenes Texture Pack erstellten. Außerdem stoppten wir den Tag- und Nacht-Rythmus des Spiels und entfernten Wolken und andere störende Faktoren, wie zum Beispiel das Wetter.
Mit neuen Texturen und neu gewählten Blöcken kamen wir zu unserem Finalen “3D Three Long Lines” Video, den Algorithmus schrieben wir so um, dass er an Dreidimensionalität gewann. Er wirkte dadurch anders, was uns sehr gefiel.
Trotz der vielen Möglichkeit der Spielwelt von Minecraft sind wir bald an die Grenzen des normalen Spielprinzips gestoßen. Es reichte uns nicht, einen Block nach dem anderen zu platzieren, also setzten wir uns mit sogenannten “Mods” (engl. für “modification”) auseinander. Wir fanden “World Edit”, ein Server Plugin, dass es ermöglicht mittels Befehlen in der Kommandozeile beliebig viele Blöcke gleichzeitig und in verschiedensten Mustern zu setzen. So kamen wir dann auch zu unserem finalen Ergebnis: Diamonds and Hourglasses.